Spindeltreppe mit parametrischer Musterung erstellen
Mit der Funktion Parametrische Musterung kann eine Spindeltreppe sehr einfach aus einer einzelnen Ausgangsstufe erzeugt werden. In diesem Beispiel wird die Stufe entlang der Z-Achse nach oben versetzt und gleichzeitig um eine Mittelachse gedreht. So entsteht automatisch eine gewendelte Treppe.
In diesem Beispiel wird gezeigt, wie eine Spindeltreppe über Variablen gesteuert werden kann.
Dabei können später folgende Werte angepasst werden:
- Höhenabstand zwischen den Stufen
- Anzahl der Stufen
- Gesamt-Drehwinkel der Treppe
Nach Änderung der Variablen wird die Treppe automatisch neu aufgebaut.
Verwendete Variablen
|
Variable |
Bedeutung |
Wert |
|
Nr |
Laufende Nummer der Kopie |
automatisch |
|
H |
Höhenabstand je Stufe |
150 mm |
|
n |
Anzahl der Stufen |
10 |
|
Winkel |
Gesamt-Drehwinkel der Treppe |
230° |
Die Variable Nr wird von der parametrischen Musterung automatisch verwendet. Sie steht für die laufende Nummer der jeweiligen Kopie.
1. Ausgangsstufe vorbereiten
Erstellen Sie zunächst eine einzelne Stufe der Spindeltreppe.
Diese Stufe dient als Ausgangselement für die parametrische Musterung. Alle weiteren Stufen werden aus dieser ersten Stufe automatisch erzeugt.
2. Parametrische Musterung erstellen
Wählen Sie die Ausgangsstufe aus und starten Sie die Funktion Parametrische Musterung.
Legen Sie anschließend die Anzahl der Kopien über die Variable n fest.
Im Beispiel werden 10 Stufen erzeugt.
3. Höhenversatz definieren
Für den Höhenversatz entlang der Z-Richtung wird folgende Formel verwendet:
(Nr-1)*H
Im Beispiel beträgt der Wert von H:
150 mm
Dadurch wird jede weitere Stufe um 150 mm nach oben verschoben.
Beispiel:
- Stufe 1: 0 mm
- Stufe 2: 150 mm
- Stufe 3: 300 mm
- Stufe 4: 450 mm
4. Rotation um die Mittelachse definieren
Damit die Stufen nicht nur nach oben verschoben, sondern auch um die Mittelachse gedreht werden, werden folgende Formeln verwendet:
cos((Nr-1)*(Winkel/n))
sin((Nr-1)*(Winkel/n))
Im Beispiel beträgt der Gesamt-Drehwinkel:
230°
Dieser Winkel wird gleichmäßig auf die Anzahl der Stufen verteilt.
Bei 10 Stufen wird der Gesamtwinkel von 230° automatisch auf die einzelnen Kopien aufgeteilt.
Ergebnis
Die Treppe bleibt dabei vollständig parametrisch steuerbar.
Werden später die Variablen geändert, wird die gesamte Treppe automatisch angepasst.
Beispiele:
- Änderung von H verändert den Höhenabstand zwischen den Stufen.
- Änderung von n verändert die Anzahl der Stufen.
- Änderung von Winkel verändert die gesamte Drehung der Treppe.