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3D-Punkte: Abhängige vs. absolute Koordinaten – Risiken vermeiden

In der täglichen Konstruktion werden 3D-Punkte häufig direkt auf Körperkanten, Flächen oder Scheitelpunkten erzeugt. Das ist komfortabel – bringt aber auch Risiken mit sich.

1. Abhängige 3D-Punkte (Standardverhalten)

Wird ein 3D-Punkt direkt auf einer Kante/Fläche/einem Scheitelpunkt erstellt, entsteht eine parametrische Abhängigkeit zum Körper.

Vorteil:

  • Der Punkt bleibt adaptiv

  • Wird der Körper verschoben, bewegt sich der Punkt automatisch mit

  • Ideal für stabile, früh definierte Referenzgeometrien

Risiko:
Wird der Körper später geändert, kann die Referenz verloren gehen, z. B. durch:

  • Erstellen einer Fase

  • Boolesche Operationen (Subtraktion, Vereinigung)

  • Ersetzen oder Löschen von Flächen

  • Änderung der Topologie

👉 Der Punkt kann dann seine Quellgeometrie nicht mehr finden.
👉 Folge: Fehlerhafte Referenzen
👉 Alle darauf basierenden Elemente (Stäbe, Skizzen, Anschlüsse etc.) zeigen ebenfalls Fehler.

2. 3D-Punkte mit absoluten Koordinaten

Beim Erstellen oder Bearbeiten eines 3D-Punkts kann eine zusätzliche Option aktiviert werden:

"Mit absoluten Koordinaten"

Funktionsweise:

  • Der Punkt übernimmt die aktuellen XYZ-Koordinaten des gewählten Scheitelpunkts

  • Es wird keine Abhängigkeit zum Körper gespeichert

  • Der Punkt bleibt an exakt dieser Raumposition

Vorteil:

  • Keine Referenzverluste bei späteren Körperänderungen

  • Stabil für konstruktive Hauptbezüge

  • Besonders empfehlenswert bei:

    • Booleschen Operationen

    • Stark nachträglich bearbeiteten Modellen

    • Importierter Geometrie

    • Referenzpunkten für Baugruppen

Nachteil:

  • Verschiebt sich der Körper, bleibt der Punkt an seiner ursprünglichen Position