Import von 3D-Scandaten (FARO, Leica, Trimble u. a.) als Mesh-Modelle (3D Bilder)
Workaround bis zum direkten Import von *.e57-Punktwolken
Viele moderne 3D-Scanner wie FARO, Leica, Trimble, Z+F, Matterport u.a. erzeugen Punktwolken im Format .e57, .pts oder .ptx.
Der direkte Import solcher Punktwolken ist in IN-CAD 3D derzeit noch in Entwicklung.
Als Zwischenlösung können die Scandaten in ein Mesh-Format (z. B. .obj, .stl, .ply) umgewandelt und anschließend in IN-CAD 3D importiert werden.
Option 1 – Mesh-Erzeugung direkt in der Scanner-Software
Viele Scanner-Programme bieten bereits eine integrierte Funktion, um aus Punktwolken dreiecksbasierte Mesh-Modelle zu erstellen.
Damit entfällt der Umweg über externe Tools.
| Scanner / Software | Mesh-Erstellung möglich | Exportformate |
|---|---|---|
| FARO Scene | ✅ Ja (über Surface Reconstruction / Point Cloud to Mesh Plugin) | .obj, .stl, .ply |
| Leica Cyclone 3DR / TruView / Model | ✅ Ja | .obj, .stl, .ply, .ifc |
| Trimble RealWorks | ✅ Ja | .stl, .obj, .ply |
| Z+F LaserControl | ⚙️ Teilweise | .obj, .ply |
| Matterport | ✅ Automatisch | .obj, .mtl, .jpg |
| Autodesk ReCap | ✅ Ja | .fbx, .obj, .stl |
Vorgehen:
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In der Scanner-Software gewünschte Bereiche auswählen.
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Mesh erstellen (Einstellungen: Detail / Reduktion / Glättung).
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Export als
.obj,.stloder.ply. -
In IN-CAD 3D öffnen:
Datei → Importieren → 3D-Grafik → Datei auswählen.
💡 Tipp: Farbige OBJ-Dateien enthalten eine zusätzliche .mtl-Datei und Texturen – diese sollten im gleichen Ordner liegen, damit Farben korrekt angezeigt werden.
Option 2 – Mesh-Erzeugung über externe Tools (z. B. CloudCompare)
Falls deine Scanner-Software keine Mesh-Funktion bietet, kannst du kostenlose Tools wie CloudCompare oder kommerzielle Alternativen wie Autodesk ReCap oder Geomagic nutzen.
Beispiel mit CloudCompare:
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Punktwolke öffnen (.e57, .pts, .ptx, .las).
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Optional: Punktzahl reduzieren → Edit → Subsample → Random (z. B. auf 1–5 Mio Punkte).
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Mesh generieren:
Tools → Mesh → Poisson Surface Reconstruction oder Delaunay 2.5D. -
Glätten, ggf. Rauschen entfernen.
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Exportieren als .obj, .stl oder .ply.
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Import in IN-CAD 3D über:
Datei → Importieren → 3D-Grafik.
Unterstützte Formate für 3D-Scans in IN-CAD 3D
| Format | Typ | Beschreibung | Empfohlen für |
|---|---|---|---|
| OBJ (.obj) | Mesh mit Texturen | Realistische, farbige Scanmodelle | Standardempfehlung |
| STL (.stl) | Mesh ohne Farben | Technische Modelle, große Datenmengen | Sehr stabiler Import |
| PLY (.ply) | Punkte + Flächen + Farben | Kombination aus Punkt- u. Meshdaten | Präzise Scans |
| FBX (.fbx) | Komplexes 3D-Format | Alternative zu OBJ, größer | Nur bei Bedarf |
| DXF / DWG | 2D/3D-Geometrie | Exportierte Schnitte oder Grundrisse | Nur für Planansichten |
Empfohlener Workflow
| Schritt | Software | Exportformat | Nächster Schritt |
|---|---|---|---|
| Scan erfassen | FARO Scene / Leica Cyclone, o.a. | .e57 | Mesh erzeugen |
| Mesh exportieren | Scanner-Software oder CloudCompare | .obj / .stl / .ply | IN-CAD 3D |
| Referenzmodell importieren | IN-CAD 3D | – | Nachmodellieren, auswerten |