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Erstellung einer parametrischen Zeichnung in IN-CAD

In IN-CAD gibt es zwei Methoden, um eine parametrische Zeichnung zu erstellen:

  1. Abhängigkeitsbasierte Konstruktion – basiert auf Abhängigkeiten zwischen Elementen, die jederzeit geändert werden können.
  2. Konstruktion auf Basis der Konstruktionshistorie – folgt einer festen Reihenfolge beim Erstellen von Elementen, wobei jedes neue Element auf bereits bestehenden basiert.

Beide Methoden haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede:

Konstruktion auf Basis der Konstruktionshistorie

Abhängigkeitsbasierte Konstruktion

Befehle aus Gruppen „Konstruieren“ und „Zeichnen“, z.B. Konstruktionslinie, Grafiklinie, Schraffur

Befehle aus Gruppen “Skizze“ und „Abhängigkeiten“, z.B. Werkzeuge Linie, Rechteck, Abhängigkeiten, Bemaßung

Die Position eines Elements wird beim Erstellen festgelegt und hängt von vorher erstellten Elementen ab.

Die Position eines Elements kann jederzeit mithilfe von Abhängigkeiten geändert werden.

Elemente können nicht in einer zyklischen Abhängigkeit zueinanderstehen (z. B. ein Element kann nicht von einem später erstellten Element abhängen).

Zyklische Abhängigkeiten sind möglich (z. B. zwei Elemente können sich gegenseitig beeinflussen).

Das Modell ist immer vollständig definiert, sodass es keine unerwarteten Veränderungen gibt.

Das Modell kann teilweise unbestimmt sein. Dadurch ist es flexibler, kann aber auch zu unerwarteten Änderungen führen.

Das Modell wird in einem einzigen Rechenschritt aktualisiert, was die Berechnung schnell macht, selbst bei großen Modellen.

Das Modell muss schrittweise neu berechnet werden, da das Abhängigkeitssystem gelöst werden muss. Dies kann die Rechenzeit verlängern.

Es werden Konstruktionslinien verwendet, um Elemente zu platzieren und zu definieren.

Es sind keine Konstruktionslinien nötig. Abhängigkeiten und Maße steuern die Geometrie direkt.

Variablen werden genutzt, um Maße und Positionen der Elemente zu definieren.

Variablen steuern Maße und können auch dazu genutzt werden, bestimmte Abhängigkeiten zu aktivieren oder zu deaktivieren.

Änderungen an der Modellstruktur sind oft aufwendig und erfordern das erneute Festlegen der Beziehungen zwischen Elementen.

Änderungen sind einfacher, da Abhängigkeiten schnell entfernt oder angepasst werden können.

Das automatische Erkennen und Anwenden von Abhängigkeiten ist schwierig.

Abhängigkeiten können automatisch erkannt und gesetzt werden – sowohl für bestehende als auch für neu erstellte Elemente.

Wann welche Konstruktionsmethode?

Konstruktion auf Basis der Konstruktionshistorie
Geeignet für klar definierte und stabile Modelle, bei denen die Geometrie in einer festen Reihenfolge aufgebaut wird und sich nur selten grundlegend ändert.

Abhängigkeitsbasierte Skizzenkonstruktion
Empfohlen für flexible und variantenreiche Konstruktionen, bei denen Maße und Abhängigkeiten häufig angepasst werden.

Wichtig:
Beide Methoden sollten nicht auf derselben Arbeitsfläche kombiniert werden, da dies zu Konflikten bei der Berechnung und Neuberechnung des Modells führen kann.